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P-T Entwicklung von Metapeliten des zentralen Menderes Massiv, Türkei Diplomarbeit Institut für Geowissenschaften Johannes Gutenberg-Universität Mainz April 1997 Zusammenfassung Das Menderes Massiv befindet sich im Westen der Türkei und bildet einen Dom metamorpher Gesteine und kann schematisch in einen kristallinen Kern und einer Hüllserie aus Glimmerschiefern, Phylliten, Quarziten und Marmoren gegliedert werden. Das Arbeitsgebiet von Ralf Hetzel befindet sich im zentralen Ödemis Submassiv. In dem Arbeitsgebiet existieren 3 Deformationsphasen (D1, D2 und D3). D1-Strukturen sind prä-alpidischen Alters und sind durch D2 nahezu ausgelöscht. D2-Strukturen sind alpidischen Alters und eine Folge der Kompression. D3-Strukturen wurden durch die nach D2 folgende Extensionstektonik erzeugt. Die Lithologie in dem Arbeitsgebiet wird aus einer Deckserie, Teil der oben genannten Hüllserie und einer Kernserie, Teil des kristallinen Kerns gebildet. Die Kernserie besteht aus pelitischen Schiefern, Gneisen und einem Metagranit. Anhand von 8 Mikrosondenproben aus der Kernserie wurde in dieser Diplomarbeit versucht, PT-Pfade für die jeweiligen Einheiten zu erstellen. Aus den Mikrosondenmessungen ergab sich, daß die Granate aus den pelitischen Kernschiefern eine andere Kristallisation erfuhren, als die Granate aus den migmatitischen Gneisen und dem Metagranit. Während die Granate in den kyanithaltigen, pelitischen Kernschiefern ein kontinuierliches Wachstum zeigen, deutet das Wachstum in den Granaten der sillimanitführenden, migmatitischen Gneise und des Metagranits auf ein schnelles Wachstum hin, da die Granate einen skelettären Habitus besitzen. Die thermobarometrische Auswertung mit dem Computerprogramm Ge0calc bestätigte diese Beobachtung. Die migmatitischen Gneise besitzen eine um ca. 200°C höhere initiale Metamorphosetemperatur als die pelitischen Kernschiefer, die PT-Pfade sind wesentlich steiler als die der pelitischen Kernschiefer. Daraus kann gefolgert werden, daß die migmatitischen Gneise sich zu Beginn der Metamorphose in einem magmatischen Gürtel befunden haben müssen und während der prograden Metamorphose einen schnellen Druckanstieg erfuhren. Die pelitischen Kernschiefer erfuhren ein Erwärmung nur als Folge der kontinuierlichen Krustenstapelung. Daraus geht hervor, daß es sich bei den Gesteinseinheiten nicht um eine kohärente Abfolge handelt, die alpidisch deformiert wurde, sondern daß in dem Stapel der Einheiten eine deutliche Inkohärenz besteht. |
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