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| ISBN: 3510651545 ISBN: 3510651545 ISBN: 3510651545 ISBN: 3510651545 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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3. Kristallisation und Deformation In den pelitischen Kernschiefern finden sich Relikte der Deformation D1 in Form von feinkörnigem Muskovit und Chlorit, die jedoch durch S2 überprägt wird (Hetzel 1995). S2 wird durch Biotit und Muskovit geprägt. Staurolith, Kyanit und Granat sind synkinematisch zu S2 gewachsen (Hetzel 1995). Während der syn-D2 Metamorphose wächst Granat vornehmlich aus Biotit, folglich muß die Kristallisation von Biotit vor der Kristallisation von Granat eingesetzt haben. In der Probe 129 der pelitischen Kernschiefer setzte die Kristallisation von Staurolith vermutlich nach dem Granatwachstum ein (siehe Kapitel 6, Geothermobarometrie). Die Minerale Staurolith und Kyanit kommen nicht in allen Proben der pelitischen Kernschiefer vor, da die Proben aus unterschiedlich tektonischen Einheiten stammen und die chemische Zusammensetzung ein Wachsen von Staurolith und Kyanit nicht überall ermöglichte. In der Probe 50 der pelitischen Kernschiefer sind diese beiden Phasen beispielsweise nicht vertreten, jedoch in der Probe 94 T 51, die 500 m weiter südlich der Probenlokalität der Probe 50 stammt, von der jedoch kein Mikrosondendünnschliff hergestellt wurde. Die Turmaline in der Probe 148 sind durch die D3-Extension deformiert worden, müssen folglich syn- bis post-D2, bzw prä-D3 gewachsen sein. Die Plagioklas-Porphyroblasten in den pelitischen Kernschiefern sind post-D2/prä-D3 entstanden, weil sie Einschlußspuren aus Graphit und/oder Quarz aufweisen, die das S2-Gefüge repräsentieren und von den Plagioklas-Porphyroblasten überwachsen wurden (Hetzel 1995). Der Chlorit, der durch Abbau von Staurolith und Granat entstand, ist während der D3-Extension entstanden. Nachfolgendes Schema verdeutlicht das jeweilige Wachstum der verschiedenen Minerale im Bezug auf D1, D2 und D3 in den pelitischen Kernschiefern und den migmatitischen Gneisen .
Tab 3-1: relativeKristallisationsabfolge für die pelitischen Kernschiefer. - - - - - - vermutet ¾ ¾ ¾ ¾ sicher
Tab 3-2: relativeKristallisationsabfolge für die migmatitischen Gneise. - - - - - - vermutet ¾ ¾ ¾ ¾ sicher |
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